Im Projekt »Smarte Theaterdienste« des Deutschen Bühnenvereins wurden in Kooperation mit der Akademie für Theater und Digitalität Dortmund und dem Konsortium NFDI4culture Theaterspielpläne maschinenlesbar gemacht. Mittels einer Schnittstelle können Spielpläne von den Webseiten der Theater automatisiert übertragen werden, etwa in Veranstaltungskalender, Archive oder Kassensysteme. Damit soll dazu beigetragen werden, wissenschaftliche Standards zu verbreiten und Brücken zwischen Datensilos zu bauen.
Die Schnittstelle ORIF
Das Ziel des Projekts bestand darin, auf Grundlage wissenschaftlicher Forschung interoperable Standards zu etablieren und konsequent an den Bedarfen der Kulturschaffenden auszurichten. Das Open Repertoire Interchange Format (ORIF) baut auf der weit verbreiteten Struktur von Schema.org auf, mit deren Hilfe Veranstaltungsdaten einheitlich erfasst und ausgetauscht werden können. Theaterspezifische Kategorien wurden dabei so ergänzt, dass sie den Empfehlungen der Gemeinsamen Normdatei (GND) entsprechen. Technisch wird das so entstandene Datenmodell im JSON-Format zur Verfügung gestellt, da dieses eine einfache Integration in bestehende Systeme, eine effiziente Verarbeitung in Webanwendungen sowie die nahtlose Anbindung an APIs und den Datenraum Kultur ermöglicht.
Nutzen der Schnittstelle ORIF
Maschinenlesbare Spielpläne reduzieren den manuellen Aufwand für die Verbreitung von Veranstaltungsdaten maßgeblich: Mit diesem Ansatz wird es möglich, mit einer Schnittstelle möglichst viele Anwendungsszenarien umsetzen zu können. Zentral ist hierbei der Gedanke des Brückenbauens zwischen Datensilos bzw. des Übersetzens verschiedener genutzter Datenformate.
Um ORIF als Theater, Veranstaltungsplattform, Ticket-Agentur, Archiv usw. zu nutzen, erfolgt die einmalige Implementierung des offenen, lizenzkostenfreien Standards durch die beauftragte Webagentur oder Inhouse-IT in die jeweilige Website oder Systemumgebung – für ORIF selbst fallen keine Gebühren an.
Die »Smarten Theaterdienste« schaffen die Grundlage für eine digitale Vernetzung von offenen und geschützten Daten im Datenraum Kultur, die zukünftig die Verwaltung, Auffindbarkeit und Verbreitung von Kulturdaten deutlich vereinfachen wird.
Weitere Informationen und Materialien finden sich auf der Projekt-Website:
smarte-theaterdienste.de



